Die Schlammbehandlung gewinnt in der Abwasserreinigung zunehmend an Bedeutung, da die Anforderungen an die Verwertung entwässerter Klärschlämme strenger werden. Dabei spielen insbesondere die Trockenrückstandswerte (TR-Werte) eine wichtige Rolle bei der Entwässerung. Eine Erhöhung des TR-Wertes ermöglicht es den Betreibern von Kläranlagen Kosten zu senken, insbesondere durch die Senkung der Transportkosten.
Ziel der Schlammbehandlung ist es daher, möglichst hohe TR-Werte zu erreichen. Mit zunehmenden TR-Gehalten steigt jedoch auch der Energieaufwand einher, da die Bindungskräfte zwischen Schlamm und Wasser überwunden werden müssen. Für diesen Prozess werden daher maschinelle Entwässerungsaggregate und synthetische Polymere eingesetzt.
Im Rahmen dieses Vorhabens soll mittels eines elektrophysikalischen Verfahrens die Oberflächenladung des Schlammes verschoben werden. Mit der Verschiebung der Oberflächenladung soll dann die Effizienz der maschinellen Schlammentwässerung verbessert werden, sowie die Dosierung von polymeren Flockungsmitteln signifikant verringert werden können. Mit diesem Verfahren lässt sich dann der Energieverbrauch, sowie die CO2-Emissionen deutlich reduzieren.
Projektträger:
Deutsche Bundesstifung Umwelt (DBU)
Projektleitung:
Prof. Dr.-Ing. habil. Marc Wichern
Dr.-Ing. Manfred Lübken
Projektbearbeitung:
M.Sc. Lea Siegert
Projektpartner:
nova Umwelttechnik GmbH
Emschergenossenschaft
Poll Umwelt- und Verfahrenstechnik GmbH
Projektlaufzeit:
03/2024 bis 03/2026