Molekularbiologische Methoden in der Klärwerkspraxis

Die Abwasserreinigungsbetriebe stehen immer wieder neuen
Herausforderungen gegenüber – sei es durch neue Industrieprodukte und deren
Abfallstoffe (u.a. Problematik der Spurenstoffe) oder durch biologische Vorfälle
(u.a. die vermehrte Verbreitung von wasserbürtigen Krankheitserregern wie u.a.
Legionellen, Novoviren und Antibiotika-resistenten Keimen wie u.a. MRSA, E.
coli). Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, müssen neue, innovative
Verfahren zur Abwasseraufbereitung, aber auch neue Analysemethoden für die
Prozessüberwachung entwickelt bzw. eingesetzt werden. In den letzten Jahren hat
sich die Fluoreszenz in Situ Hybridisierung (FISH) zum Nachweis und zur
Quantifizierung prozessrelevanter Mikroorganismen (Nitrifikanten,
Methanbildende Bakterien etc.) in der Klärwerkspraxis etabliert. Darüber hinaus
können weitere, DNS-basierende Methoden, wie die realtime PCR und ihre
Modifikationen, zum quantitativen Nachweis verschiedenster Mikroorganismen
eingesetzt werden.







Nettmann, E. und Wichern, M. (2018). Molekularbiologische Methoden in der Klärwerkspraxis. In: Wiener Mitteilungen (Wasser, Abwasser, Gewässer) 2018: Aktuelle biologische Methoden und Verfahren in der Wassergütewirtschaft, Band 247, S. 103-120.