Abwassertechnische Laborpraktikum

Informationen zum WS 2017/18


Dieses Jahr wird das „Abwassertechnische Laborpraktikum“ zum zweiten Mal nach einer kompletten Umstrukturierung stattfinden. Die Lehrveranstaltung wird in Form von Forschungspraktika durchgeführt. Es werden Projekte in den Bereichen aerobe Abwasserreinigung, Anaerobtechnik, Mikrobielle Brennstoffzellen sowie Niederschlagswasserbehandlung angeboten. Sie als Studierende haben in dieser Lehrveranstaltung nun die Möglichkeit, nach Ihren eigenen Vorlieben sich eines der angebotenen Projekte auszusuchen und mit Kommilitonen in einer Kleingruppe zu erarbeiten.
Da die Reaktoren kontinuierlich betrieben werden müssen, wird die Veranstaltung in Blöcken angeboten. Je nach Projekt dauert dieser Block zwischen zwei und vier Wochen, ggf. kommen zum Abschluss noch Analysen hinzu. Pro Studierenden wird laut Modulhandbuch eine Gesamtanwesenheitszeit von 30 Stunden erwartet. Die Arbeitszeiten können im Rahmen der Laboröffnungszeiten (Montag bis Freitag, 7:00 bis 16:00 Uhr) relativ frei gewählt werden.
Weitere Informationen zum Ablauf erhalten Sie in der Vorbesprechung.
Bei dem Projekt aeroben Abwasserreinigung soll der Einfluss einer Salzfracht auf den Abbau der Abwasserinhaltsstoffe sowie die Veränderung der Biozönose unter aeroben Bedingungen untersucht werden. Im Projekt Anaerobtechnik betreiben Sie acht kleine Biogasreaktoren Reaktoren, bei denen der Abbau von Abwasserinhaltsstoffen und nachwachsenden Rohstoffen sowie die Biogasbildung untersucht werden soll. Hier sollte neben der Analyse der klassischen Parameter die sich bildenden Biozönosen untersucht werden. Die Mikrobielle Brennstoffzellentechnik erzeugt elektrischen Strom aus der im Abwasser enthaltenen chemischen Energie. Der Einfluss der Abwasserzusammensetzung sowie Unterschiede in den Elektrodenformen und -materialien haben einen Einfluss auf die Stromproduktion. Ferner können die Stromausbeuten, bezogen auf den Energiegehalt des Abwassers, sowie das Verhalten von Mikroschadstoffen untersucht werden. Das Projekt Niederschlagswasserbehandlung beschäftigt sich mit der Aufreinigung von Verkehrsflächenabflüssen. In diesen Wässern sind verschiedene Mikroschadstoffe sowie die Schwermetalle Kupfer und Zink aus Tropfverlusten und Abrieben vorhanden. Es werden zwei Filter betrieben und mit einem Verfahren analog zur Prüfvorschrift des DIBt behandelt. Es lassen sich die Wirksamkeit des Filters auf den Rückhalt der verschiedenen Schadstoffe ermitteln sowie ein mögliches Rücklöseverhalten beim Aufbringen von Salzfrachten (welche beim Winterdienst vorkommen) untersuchen. Bei allen Projekten werden Sie als Studierende nicht nur in den Betrieb der Anlagen bzw. Reaktoren eingewiesen, sondern Sie werdem unter fachlicher Anleitung die für Ihr Projekt wichtigen Analysen selbstständig durchführen.